Spährische Geometrie

Die Klanginstallation Spährische Geometrie in der Bonnuskirche in Osnabrück nimmt Bezug auf den von Architekt Otto Andersen stark geometrisch gestalten Kirchraum. Dazu nimmt sie die Formsprache

des Raumes auf und gibt ihm Klang und neue Gestalt. Durch die bewusste Veränderung kann der altvertraute Raum anders wahrgenommen und gedeutet werden.

Die ungewöhnliche Architektur ist Ausgangspunkt für eine visuelle und klangliche Intervention von Angelika Höger. Von strategischen Punkten gespannte Saiten spielen mit der Perspektive des Raums. Sie laden dazu ein, sich im Raum zu bewegen und Blickachsen und Fluchtpunkte neu zu sehen. In einer weiteren Installation bilden Objekte den Lichteinfall durch die oberen Fenster ab. Diese Objekte werden in Bewegung gesetzt und tasten hörbar den Kirchenfussboden ab.

Peter Schwieger setzt sich in seinen zwei Arbeiten mit der Beziehung von Licht und Klang auseinander. Einmal visualisiert er Klänge mittels einer Lichtorgel. Im Alltagsbetrieb sind es die rückübersetzten Klänge eines elektrischen Teelichtes, bei Andachten ist es die Sprache, die durch das Mikrofon am Altar übermittelt wird.

In seiner zweiten Arbeit wird der Lichteinfall durch eines der Kirchenfenster in Klänge transformiert.

Marcus Beuter hat sich in seinen Arbeiten auf die Kapelle der Stille konzentriert. Dort ist ein sich stetig verändernder Klang hörbar, der auf Aufnahmen vor Ort besteht. Zudem gibt es kleine Klangboxen auf dem Taufbecken, die per Hand ausgelöst werden. Unterschiedliche Klänge mischen sich so individuell in den Raumklang hinein.

03.10. – 7.11.