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Willem Schulz und das Trio Geplante Obsoleszenz – Resonanz

Wie klingt das Felix-Nussbaum-Haus? Das Haus als Instrument, das Haus als Partitur. Das Bielefelder Trio „Geplante Obsoleszenz“ mit Marcus Beuter, Angelika Höger und Peter Schwieger macht die Baumaterie hörbar: den schleifenden Klang des glatten Betons, eine an das Gebilde eines Orgelwerks erinnernde Klimaanlage oder den Rhythmus der metallenen Gitter. Diese abtastende Soundperformance kreuzt sich mit der interpretierenden Vertonung der bizarren Raum-Skulpturen und gewagten libeskindschen Architektur-Perspektiven durch inszenierte musikalische Aktionen des Cellisten und Komponisten Willem Schulz. Das Wandelkonzert führt auf verschlungenen Wegen durch den gesamten Komplex zwischen Innen und Außen, zwischen Untergeschoss und Dach, zwischen Gestern, Heute und Morgen.

Das Konzert ist die erste Veranstaltung des Projektes „RESONANZ – Der Klang öffentlicher Institutionen“, gefördert durch den Landschaftsverband Osnabrücker-Land, die Stadt und den Landkreis Osnabrück.

Freitag, 20.7.18; 15 / 19 Uhr

Der Gesang wilder Rosen im Hof

Der Auftakt des Meller Kulturherbstes findet in diesem Jahr mit einer Performance im Kulturzentrums Wilde Rose statt.

Die Auftritte des Klangkunsttrios Geplante Obsoleszenz bewegen sich zwischen Performance, Geräuschmusik und öffentlich gemachtem Experiment. Gemeinsam gehen sie auf akustische Entdeckungsreise, erkunden Räume, Materialien und Themengebiete. Experimentierfreude und Spontanität stehen dabei im Vordergrund.

Treppengeländer, Stufen, der Kies auf dem Weg zum Haus, Risse in den Wänden, das Laub auf dem Platz: die direkt vor Ort gefundenen Dinge sind es, die dem Trio „Geplante Obsoleszenz“ als Instrumentarium dienen. An diesem Abend wird der Hof des Kulturzentrums Wilde Rose zum experimentellen Spielplatz der drei Klangkünstler.

Dabei werden auch gerne Hilfsmittel wie etwa eine Bürste oder ein Geigenbogen benutzt, um die Möglichkeiten der Klangerzeugung weiter auszureizen. Die gefundenen Klänge werden unmittelbar verstärkt. Sie werden seziert, wiederholt und teilweise mit Effekten bearbeitet. Ihre Eigenheiten werden analysiert und besondere Merkmale herausgestellt.

Das Publikum wird zu Beobachtern dieses Experiments und kann visuelle Eindrücke mit einem ungewöhnlichen Hörerlebnis verknüpfen.

Termin und Ort siehe Termine