Willem Schulz und das Trio Geplante Obsoleszenz – Resonanz – Der Speicher

Wie klingt der Speicher Osnabrück?
Die alten Getreidespeicher im Hafen von Osnabrück werden Teil des Kreativquartiers. Nach der Erbauung und Verwendung durch die Nationalsozialisten für ihre Kriegszwecke und der späteren Nutzung durch das britische Militär werden die zwei verbleibenden Speicher nun für friedliche und kreative Zwecke umgebaut.
Der „laute Speicher“ soll künftig die Osnabrücker Szene mit Proberäumen und einer kleinen Bühne versorgen. Noch ist er fast im Originalzustand. Ein einzigartiger Moment, der in einer Klangperformance eingefangen wird.

Das Haus als Instrument, das Haus als Partitur. Das Bielefelder Trio „Geplante Obsoleszenz“ mit Marcus Beuter, Angelika Höger und Peter Schwieger macht die Baumaterie und die architektonischen Besonderheiten hörbar:
die historischen Förderanlagen, den schleifenden Klang des Betons oder das Rattern der alten Heizungsrippen. Diese explorierende Soundperformance kreuzt sich mit der interpretierenden Vertonung der architektonischen Perspektiven durch inszenierte musikalische Aktionen des Cellisten und Komponisten Willem Schulz. Das Wandelkonzert führt auf verschlungenen Wegen durch den gesamten Komplex zwischen Innen und Außen, zwischen Untergeschoss und Dach, zwischen Gestern, Heute und Morgen.

Eine Einführung zum räumlichen Charakter und zur gebauten Atmosphäre des Gebäudes und zur Performance gibt Dirk Manzke, Professor für Städtebau und Freiraumplanung an der Hochschule Osnabrück.

Samstag, 29.9., 17 Uhr
Speicher Osnabrück, Am Speicher 2, 49090 Osnabrück
Auf Spendenbasis.

Das Konzert ist die zweite Veranstaltung des Projektes „RESONANZ – Der Klang öffentlicher Institutionen“, gefördert durch den Landschaftsverband Osnabrücker-Land, die Stadt und den Landkreis Osnabrück.